Funktionsanalyse

Funktionsanalyse - eine Methode, mit der man dem Zahntechniker alle individuellen Daten des Kauvorganges gibt, um einen neuen Zahnersatz störungsfrei einzugliedern bzw. Schmerzursachen beim Kauakt erkennt

Symptome:

Haben Sie Kopfschmerzen, die nur einseitig auftreten, Muskelverspannung in Gesicht oder Hals, Migräne, Ohrensausen oder Haltungsschäden?

Das alles könnte mit einer Zahn- oder Kieferfehlstellung in Verbindung stehen, welche bis jetzt bei Ihnen noch nicht diagnostiziert wurde, wenn Sie beim Orthopäden, Neurologen oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt waren und dort nichts gefunden wurde.


Cadiax - Gerät

Erklärung:

Der Oberkiefer und die Gelenkpfanne des Kiefergelenkes sind fest mit dem Schädel verbunden. Der Unterkiefer ist durch Bänder und Muskeln ebenso beweglich gelagert, wie die Zunge. Er kann 3-dimensionale Bewegungen ausführen (Auf-, Zu-, Vor-, Zurück-, Seitwärtsbewegungen und deren Kombinationen).
Bei einer normalen Bißnahme wird nur die Stellung des Unterkiefers zum Oberkiefer bestimmt, nicht aber die wichtige Lagebeziehung der beiden Kiefer zum Gesamtschädel und zu den Gelenken (Abstand, Winkel und Zentrierung). Soll der Zahntechniker im Labor gut funktionierende Kauflächen am Zahnersatz herstellen, benötigt er zusätzlichen Informationen. Diese bekommt er durch die "Registrierung" mit einem Gesichtsbogen, dem Cadiax - Gerät (siehe Bild), und einem Zentrikregistrat.
Die Lagebeziehung des Unterkiefers zum Oberkiefer kann sich im Laufe der Zeit vom Patient unbemerkt verändert haben, z.B. durch viele Füllungen an den Seitenzähnen ( die immer wieder herausgefallen sind ) oder durch einen umfangreichen Zahnersatz, der Ihnen in streßfreien Zeiten eingegliedert wurde. Evtl. auch durch eine kieferorthopädische Behandlung mit einer Spange kann sich die Stellung des Unterkiefers zum restlichen Schädel so verändern, dass einzelne Muskelgruppen überlastet werden und sich schmerzhafte Druckpunkte (sogenannte Myelogelosen) bilden, die den Patienten vor allem in Streßsituationen peinigen. Diese Situation kann vorübergehender Natur sein, wenn sich der Patient entspannt und die Zeit der Zahnkontakte bzw. Zahnberührungen nur auf das Schlucken beschränkt sind.

Behandlungsmethoden:

Je nach Diagnose eine Schienentherapie in der Übergangsphase, endgültige Restauration der natürlichen Bißlage und Bißhöhe durch neuen, funktionell richtigen Zahnersatz, mit der Kieferorthopädie (auch noch im Erwachsenenalter möglich). In Streßsituationen dagegen, wenn sich der Zahnkontakt nicht bloß auf die 8 Minuten am Tag während des Schluckens beschränkt, sondern sich um das 4-fache verlängert, kann der Patient mit Knirschen oder Pressen beginnen und dadurch nachts mit Schmerzen aufwachen.

Kassenleistung: nein

Da diese Diagnostik und Therapie nicht mit im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt sind, müssen Sie privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte berechnet werden. Sie bieten dem Patienten aber ein deutliches Plus an Tragekomfort und Funktionalität seines Zahnersatzes und können ihn von seiner Odysee durch unterschiedliche Arztpraxen befreien.